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17.05.2017

Rethinking Energy 2017 – Energiewende beschleunigen

Zunehmend sind Erneuerbare Energien weltweit die erste Wahl für die Stromversorgung, notiert die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien im aktuellen Bericht. Die Politik müsse regulierend unterstützen, um die Energiewende zu beschleunigen.

Der Jahresbericht Rethinking Energy 2017 der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) untersucht globale Trends und Entwicklungen einer nachhaltigen Energiezukunft. In seiner dritten Auflage stellt der Bericht heraus, dass der zunehmende Ausbau Erneuerbarer Energien das Wirtschaftswachstum stärkt und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schafft – und somit zum Wohl der Menschen und einer klimafreundlichen als auch friedlicheren Zukunft beitragen kann. Für eine nachhaltige Entwicklung seien Erneuerbare Energien daher entscheidend, einschließlich der Verfolgung von SDG 7, dem von den Vereinten Nationen vereinbarten Ziel, „erschwingliche, zuverlässige, nachhaltige und moderne Energie für Alle“ zu gewährleisten.

Maßgebliche Entscheidungen müssen nun von politischer Seite getroffen werden, gezielte Aktionen folgen. Richtlinien und Vorschriften seien dabei entscheidend für die Schaffung eines stabilen und attraktiven Marktes für regenerative Energien, folgert IRENA. Politische Regulierung sei vor allem erforderlich, um Risiken zu reduzieren und eine gerechte Finanzierung zu ermöglichen. Laut Bericht haben sich bis heute mehr als 170 Länder Erneuerbare Energieziele gesetzt, fast 150 hätten Maßnahmen ergriffen, um Investitionen in Erneuerbare Energietechnologien attraktiver zu machen.

Im Energiesektor werden große Fortschritte insbesondere in der Speichertechnik erwartet, was die Integration von größeren Anteilen an regenerativem Strom ermöglichen werde. Vor allem in ländlichen Gebieten werden zunehmend Off-Grid-Systeme – Insellösungen und Mini-Grids – eine Erweiterung des nachhaltigen Energiezugangs ermöglichen. Die Batteriespeicherung für Strom könnte sich nach Schätzung von IRENA von weniger als 1 GW heute bis enormen 250 GW bis zum Jahr 2030 erhöhen.

Die globale Photovoltaik-Leistung stieg von 40 Gigawatt im Jahr 2010 auf 219 Gigawatt im Jahr 2015. Die gesamte Photovoltaik-Leistung könnte laut IRENA bis zum Jahr 2030 bis zu 7 Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmachen. Globale Investitionen in Erneuerbare Energien haben seit mehr als einem Jahrzehnt ein stetiges Wachstum verzeichnet und stiegen von weniger als 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2004 auf einen Rekordwert von 348 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015.

Die Energiewende muss weltweit an Fahrt gewinnen, fordert IRENA. Denn Klimaschutz, Energiewende und sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft bestimmen maßgeblich unsere Zukunft.

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Quelle   energiezukunft.eu | na 2017

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