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08.07.2017

Erster Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt

Das Netzwerk Friedenskooperative begrüßt die heutige Verabschiedung des Atomwaffenverbotsvertrages bei den Vereinten Nationen.

Eine überwältigende Mehrheit von mehr als 120 Staaten hat diesen Vertrag seit Ende März gegen den Willen der Atommächte ausgehandelt. Der Vertrag verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten.

„Die ganze Welt schaut heute auf den G20-Gipfel in Hamburg, doch Geschichte wurde heute in New York geschrieben!“, verkündet Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative. „Mehr als 120 Staaten haben mit der Verabschiedung des Vertrags das Ende des Zeitalters der Atomwaffen eingeläutet. Wir vom Netzwerk Friedenskooperative sehen uns in unserem jahrzentelangen Kampf für eine atomwaffenfreie Welt bestätigt.“

Deutschland hat wie alle NATO-Staaten, mit Außnahme der Niederlande, die Verhandlungen boykottiert. Dennoch stellt der Verbotsvertrag einen wichtigen Schritt für weitere atomare Abrüstung dar, da er den Besitz von Atomwaffen stigmatisiert und der Druck auf die Atommächte erhöht wird, konkrete Abrüstungsschritte vorzunehmen. In Kraft treten wird der Vertrag 90 Tage nachdem er von 50 Staaten ab dem 20. September ratifiziert wurde.

Von besonderem Interesse für Deutschland ist, dass der Vertrag auch die Stationierung von Atomwaffen verbietet. Bereits seit etlichen Jahren protestiert die Friedensbewegung am Fliegerhorst Büchel in der Eifel und fordert den Abzug der dort stationierten 20 US-amerikanischen Atomwaffen. In diesem Jahr findet dort eine 20-wöchige Aktionspräsenz der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ statt. Diese dauert noch bis zum 9. August, dem Jahrestag des Bombenabwurfs auf die japanische Stadt Nagasaki an. Weltweit bedrohen noch immer ca. 15.000 Atomwaffen unsere Zivilisation.

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Quelle   Netzwerk Friedenskooperative 2017

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