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23.08.2017

Neue Attacken Trumps contra Klimaschutz

US-Präsident Trump hat eine von seinem Vorgänger Obama initiierte Studie zu Gesundheitsrisiken der Kohleverstromung gestoppt und erneut eine Gruppe Klima-Experten feuern lassen. So versucht er die Klimapolitik auszuhöhlen – doch es gibt Widerstand.

Barack Obama hatte noch zu Ende seiner Amtszeit eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die klären sollte, ob Anwohner in der Nähe von Kohleabbau-Gebieten Gesundheitsgefahrenausgesetzt sind. Donald Trump, großer Verfechter der Kohlekraft, hat nun angewiesen, die Untersuchung einzustellen und nannte es eine „Verschwendung von Steuergeldern“.

Das müsste bei den Kohlekumpels gut ankommen, denen er im Wahlkampf die Sicherung bzw. Wiederbeschaffung ihrer Jobs versprochen hatte. Der Kohlebergbau gerät weltweit unter Druck und ist vielerorts nicht mehr so rentabel – vor allem durch den Verfall von Nachfrage und Preisen auf den Weltmärkten.

Trump geht es um eigene wirtschaftliche Interessen

Das hat auch Trump begriffen und wollte zuletzt mit Geldern aus dem Grünen Klimafonds der Vereinten Nationen neue „saubere“ Kohleprojekte finanzieren lassen. Der Grüne Klimafonds wurde von den UN-Staaten gegründet u.a. mit dem Ziel, Projekte zur CO2-Minderung zu fördern.

Auch die Förderung von Öl und Erdgas und das Fracking will Trump von Umweltauflagen befreien sowie neue Pipelines bauen lassen, teilweise durch Indianerreservate. Doch während Trump mauert und wütet geht der Ausbau Erneuerbarer Energien in den USA auch ohne ihn weiter voran. Etliche US-Bundesstaaten sind mit der Energiepolitik ihres Präsidenten unzufrieden und treiben den Klimaschutz voran.

Weitere Klimaexperten entlassen

CNN zufolge hat Trump außerdem wiederholt einen Teil der wissenschaftlichen Community feuern lassen, wichtige Berater zum Thema Klimawandel. Die 15 Wissenschaftler erhielten ihre Kündigung per E-Mail. Dieses Komitee aus Klimaexperten kommentiert alle vier Jahre einen ausführlichen Bericht, wo die Nation hinsichtlich Klimawandel steht.

Die Experten warnen davor, ihre Ergebnisse zu ignorieren – die Beratung sei ein entscheidendes Instrument für die Bundesstaaten, die Daten hinter dem Klimawandel richtig zu interpretieren und entsprechend zu handeln. So könnten bspw. fehlende Maßnahmen gegen den Klimawandel bzw. falsch verstandene Daten verheerende Folgen haben.

„Es war unser Job die Regierung und den Privatsektor über alle Fakten zum Klimawandel zu unterrichten“, so die Wissenschaftler.

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Quelle   energiezukunft.eu | na 2017

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