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13.06.2018

GEORG SALVAMOSER PREIS 2018

Georg Salvamoser Preis 2018 geht an die Firma Simmler GmbH & Co. KG sowie an die Arbeitsgruppe "PVplug" der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie DGS (jeweils 10.000 Euro). 

Den Sonderpreis „JUNGE ENERGIE“ (5.000 Euro) erhält die "Energieschule München" des Green City e.V. Preisverleihung am 21. Juni 2018 auf der INTERSOLAR München mit Gastrednerin Prof. Dr. Claudia Kemfert und Moderator Dr. Franz Alt.

Aus einer Vielzahl hochrangiger Bewerbungen hat die Jury des Georg Salvamoser Preises nun drei Preisträger ausgewählt. Die Auszeichnungen werden am 21. Juni 2018 im Rahmen der INTERSOLAR in München verliehen. Die Veranstaltung, bei der auch die Energieökonomin Claudia Kemfert über die wirtschaftlichen Argumente für eine Energiewende sprechen wird, moderiert der bekannte Journalist Dr. Franz Alt. Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise Deutschlands und wird gemeinsam von der Stadt Freiburg und der Georg-Salvamoser-Stiftung ausgelobt.

Die Jury hat entschieden. Zwei mit jeweils 10.000 Euro dotierte Hauptpreise des Georg Salvamoser Preises 2018 gehen an die Arbeitsgruppe „PVplug“ der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie sowie an das Familienunternehmen Simmler GmbH & Co. KG im badischen Lauchringen. Den Sonderpreis „JUNGE ENERGIE“ in Höhe von 5.000 Euro erhält der Verein Green City e.V. für sein Angebot „Energieschule München“.

Hauptpreise 

Arbeitsgruppe PVplug der DGS 
Für die Gründung der Arbeitsgruppe PVplug der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) vernetzten Marcus Vietzke, Daniel Bannasch und Thomas Seltmann im Jahre 2016 viele Befürworter*innen von Balkonmodulen. Mit dem Ziel, solche Stecker-Solar-Geräte einfach anwendbar zu machen, kämpfte sich die Gruppe genau in die Gremien vor, die über entsprechende Normen, konkret die Neuformulierung der DIN VDE 0100-551, entscheidet. Mit hartnäckiger Öffentlichkeitsarbeit machten sie auf die dortigen Hürden aufmerksam und erreichten schließlich eine Umformulierung der DIN Norm, die nun auch offiziell den Anschluss von „Mini-Modulen“ an Steckdosenstromkreise zulässt. PVplug setzte dabei auf fundierte Argumente wie beispielsweise mit einer eigens erstellten Sicherheitsstudie, die in den Normungsgremien zu einer Neubewertung des Gefährdungspotentials führte. Andererseits bindet die Gruppe auf kreative Weise die Energiewende-Bürger*innen aktiv in die sonst kaum sichtbaren Prozesse der Normungsgestaltung ein.

Die Jury des Georg Salvamoser Preises war sich daher einig: „Die Gruppe PVplug hat mit viel Engagement die trockene Thematik der DIN-Normung in die Öffentlichkeit gebracht und auf die politischen Implikationen hin-gewiesen, um somit längst überholte und nicht mehr zeitgemäße Bestimmungen zu hinterfragen und erfolgreich zu ändern. Dieses herausragende Engagement würdigt die Jury mit einem der beiden Hauptpreise in Höhe von 10.000 Euro.“

Firma Simmler GmbH & Co. KG 
Fruchtige Brotaufstriche wie Konfitüren, Marmeladen und Gelees sind Naturprodukte. Diese besonders nachhaltig herzustellen haben sich die beiden Geschäftsführer Dr. Uta Simmler und Norbert Münch des badischen Familienunternehmens Simmler auf ihre Fahnen geschrieben. Auf dem Weg zur 100 Prozent erneuerbaren Energieversorgung hat das Unternehmen zunächst konsequent die vorhandenen Effizienzpotentiale erschlossen. Kühlanlagen wurden modernisiert, der Produktionsprozess optimiert, Deckenheizkörper mit besonders niedrigen Vorlauftemperaturen installiert, die Beleuchtungsanlage wurde mit einer Lichtsteuerung und mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet. Auf dieser Basis konnte die Firma Simmler ihre Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umstellen. 50 Prozent des Strombedarfs wird heute mit Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach, der Restbedarf durch den Bezug von zertifiziertem Ökostrom gedeckt. Bei der Wärmeerzeugung, auch im Bereich der Dampferzeugung, setzt das Unternehmen zu 100 Prozent auf Holzpellets.

Simmler nutzt für die Herstellung seiner Brotaufstriche so weit wie möglich Früchte aus regionalem Anbau, engagiert sich für alte, geschmacksintensive Obstsorten und gestaltet das Firmengelände sowie die betriebseigenen Obstplantagen und Wiesen besonders bienenfreundlich. „Dieser ganzheitliche Ansatz rundet das Bild des mit 100 Prozent erneuerbarer Energie arbeitenden Unternehmens ab und macht das Engagement der Firma Simmler besonders preiswürdig“, urteilt die Jury.

Sonderpreis JUNGE ENERGIE

Green City e.V. 
In der Sonderkategorie JUNGE ENERGIE überzeugte der Münchner Verein Green City e.V. die Jury mit seinem Projekt „Energieschule München“. Dieses hat zum Ziel, bei Kindern und Jugendlichen Interesse und Neugier für die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu wecken.

In interaktiven Workshops und spannenden Exkursionen vermittelt das Team der „Energieschule“ Wissen um die Zusammenhänge von Energieverbrauch und Klimawandel. Unmittelbares sinnliches Erleben, ohne pädagogischen Zeigefinger, steht dabei im Vordergrund. Das Angebot richtet sich vor allem an Grund- und Mittelschüler*innen.

Mit dem praxisorientierten Fortbildungsangebot „Deine Energieschule“ erhalten auch Lehrkräfte detailliertes Hintergrundwissen zu den Themen Erneuerbare Energien und nachhaltige Energienutzung. Hierbei ermöglichen Arbeitsmaterialien und Experimente die einfache und praxisnahe Integration der Fortbildungsinhalte in den Lehrplan und Schulalltag. Das Angebot kommt an: Seit 2008 hat die Energieschule München mehr als 8.000 Kinder und Jugendliche an 53 Schulen erreicht, die nun als Klimaschützer von morgen in ihren Familien als Multiplikator*innen wirken.

Das Urteil der Jury: „Die Menschen der heute jungen Generation werden diejenigen sein, die der kommende Klimawandel am meisten betrifft. Deshalb ist es wichtig, Kinder und Jugendliche schon früh für die Themen Erneuerbare Energien und Klimaschutz zu sensibilisieren. Hier leistet das Projekt Energieschule München hervorragende Arbeit. Für sein Engagement erhält der Verein Green City e.V. den Georg Salvamoser Preis JUN-GE ENERGIE in Höhe von 5.000 Euro.“

Preisverleihung am 21. Juni auf der Intersolar in München

Am 21. Juni 2017 um 16.30 Uhr werden die Preisträger die Auszeichnung auf der internationalen Solarfachmesse INTERSOLAR in München (Halle B2, Stand B2.570), die von der FWTM Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe sowie der Solar Promotion am Standort München ausgerichtet wird entgegennehmen. Maria Salvamoser von der Georg-Salvamoser-Stiftung und Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik werden die Preise persönlich überreichen. Für einen Gastvortrag konnte die renommierte Energieökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert gewonnen wer-den. Unter dem Titel „Klimaschutz jetzt! Ökonomische Argumente für die Energiewende“ wird sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ei-ne 100 Prozent erneuerbare Energiewirtschaft beleuchten. Moderiert wird die Preisverleihung von dem bekannten Journalisten Dr. Franz Alt, der sich selbst seit Jahren unermüdlich für die Energiewende einsetzt.

Georg Salvamoser Preis

Der Georg Salvamoser Preis ist einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland. Namensgeber ist der Freiburger Solarpionier, Gründer der Solar-Fabrik und visionäre Unternehmer Georg Salvamoser (1950-2009).

„Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, der sich auch die Stadt Freiburg stellt“, sagt die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. „Die dringend erforderliche Energiewende braucht Heldinnen und Helden mit zukunftsweisenden und praxistauglichen Projekten. Freiburg ist stolz, diese mit dem Georg Salvamoser Preis auszuzeichnen und so die Idee des Freiburger Solarpioniers fortzusetzen.“

Mit dem Preis werden Menschen und Institutionen unterstützt, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen und die mit ihren Projekten eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranbringen möchten und dabei Vorbild und Beispiel für andere sind. Im Jahr 2018 wird der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Georg Salvamoser Preis bereits zum fünften Mal verliehen.

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Quelle   Georg Salvamoser Preis 2018Jürgen Leuchtner

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