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12.10.2017

Nachhaltigkeit in der Mode: Kleidung tauschen, mieten und teilen

Eine Milliarde Kleidungstücke, die ungenutzt im Schrank liegen. Was sich nach maßloser Übertreibung anhört, ist die Realität in deutschen Kleiderschränken: Jedes fünfte Kleidungsstück wird so gut wie nie getragen.

Die Hose gefällt nicht mehr, das Sommerkleid war ein Fehlkauf und das glitzernde Top wohl doch zu gewagt – wer kennt es nicht? Trends und wechselnde Geschmäcker bestimmen den Umgang mit Kleidung. Was aber passiert mit den Schrankhütern? Ausmisten und Weitergeben anstatt Kaufen und Entsorgen lautet die Devise!

Kollektive Nutzung anstatt Eigentum

Was für Autos und Ferienwohnungen oder Bücher und Filme funktioniert, kann auf Kleidung übertragen werden: Anstatt sich einen Gegenstand zum Eigentum zu machen, wird er nur vorübergehend benutzt und wechselt dann den Besitzer. Tauschpartys, Abonnements, Kleidungsverleihe, Flohmärkte und Secondhandläden bieten unzählige Möglichkeiten, um aussortierte Kleidungsstücke weiterzugeben oder neue Lieblinge zu finden. Diese sogenannte „Shareconomy“ macht nicht nur Spaß, sondern schont auch Geldbeutel und Umwelt. Denn durch Sharing setzt man auf Nachhaltigkeit im Modebereich und vermeidet, dass Kleidung im Müll landet.

Tausche Hose gegen Kleid

Stellen Sie sich eine Party vor, zu der jeder seine Schrankhüter mitbringt. Hosen, Pullis, Kleider, T-Shirts, Röcke – einfach alles, was zwar gut erhalten ist, aber nicht mehr getragen wird. Das Ergebnis? Ein 1:1-Tausch, bei dem man deinen aussortierten Pullover gegen ein Sommerkleid tauscht.

Getreu dem Motto „Geben und Nehmen“ werden diese Tauschpartys mittlerweile in fast allen größeren Städten organisiert. Viele Online-Plattformen greifen dieses Konzept auf, Kleiderkreisel gilt als einer der bekanntesten Marktplätze für Kleidung aus zweiter Hand. Ein aktuelles E-Book zum Thema versorgt Sie mit weiterführenden Links, spannenden Informationen und hilfreichen Tipps rund um das Thema Kleidertausch und sonstigen Möglichkeiten des Tauschens und Teilens.

Leihen, Tragen und zurück

Für alle, die nicht genug Abwechslung im Kleiderschrank bekommen können, ist ein Verleih genau das Richtige. Nicht nur das Ausleihen eines Abendkleides oder Kostüms ist möglich, sondern auch alltägliche Kleidungsstücke können gemietet werden. So kann man die schönsten Stücke tragen und dabei Geld sparen und einen überfüllten Kleiderschrank vermeiden. Einige Online-Shops bieten Flatrates an, die Modefans regelmäßig mit neuen Kleidungsstücken versorgen.

Während man auf Temporary Wardrobe jeden Monat drei Kleidungsstücke aussuchen und leihen kann, schickt Kleiderei monatlich ein Paket mit einem individuell abgestimmten Outfit. Wer sich unwiderruflich in eines der Teile verliebt hat, kann dieses kaufen anstatt es zurückzuschicken. Nicht nur für Trendsetter, sondern auch für Umweltbewusste und alle verzweifelten Eltern auf der Suche nach Kinderkleidung ist die Option, Kleidung wiederzuverwenden, bestens geeignet.

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Quelle   NeoAvantgardeCharleen Tesch 2017

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