Ad

Anzeige

Zurück zur Übersicht

16.03.2019

Was ist so schlimm am Kapitalismus?

Eine ermutigende Streitschrift des bekannten Kapitalismus- und Globalisierungskritikers!

Kann der herrschende globale Kapitalismus gebändigt, eingehegt, reformiert werden, ist er humanisierbar?

Leben wir mit dem Kapitalismus in der besten aller Welten? Dass Jean Ziegler dieser Ansicht entschieden widerspricht, wissen seine Leser. Jetzt erklärt er seiner Enkeltochter Zohra und ihrer Generation, welchen unmenschlichen Preis wir für dieses System zahlen, warum es „radikal zerstört“ werden muss und mit dem weltweiten Erstarken der Zivilgesellschaft eine neue Antwort der Geschichte heraufzieht.

Wie in all seinen provokanten Analysen stellt sich Ziegler in unmissverständlicher Klarheit den Fragen von Zohra: Der Kapitalismus ist als „kannibalische Weltordnung“ unreformierbar. Und er zeigt sich überzeugt, dass dessen Abschaffung eine kraftvolle Utopie ist, an deren Verwirklichung bereits Millionen Menschen arbeiten und sich als breite Widerstandsfront formieren.

Beginnend mit der Genese des Kapitalismus aus früheren Gesellschaftsformationen, der Abfolge von Klassenkämpfen, dem Triumph des Bürgertums in der Französischen Revolution entfaltet Jean Ziegler seine kritische Analyse der weltumspannenden Herrschaft desKapitals, der ungeheuren Dynamik dieses Systems, der Entfesselung der Produktivkräfte, der gigantischen Errungenschaften in Wissenschaft und Technik.

Die kapitalistische Produktionsweise steht all diesen unbestreitbaren Fortschritten zum Trotz für eine zutiefst ungerechte, kannibalische Weltordnung, die extremen Reichtum in ganz wenigen Ländern konzentriert und fürchterliches Elend, Hunger und Verzweiflung vor allem in den Ländern der südlichen Hemisphäre zur Folge hat. Eine Ordnung, die um des maximalen Profits willen eine massive Umweltzerstörung, die Vergiftung von Böden, Flüssen und Meeren sowie die Rodung von Regenwäldern, billigend in Kauf nimmt, in der eine Klimakatastrophe immer näher rückt.

Diese Ordnung stellt eine tödliche Gefahr für unseren Planeten und die Menschheit dar. Aus dem kapitalistischen System und der neoliberalen Wahnidee als seiner Legitimation scheint es kein Entkommen zu geben. Dieses System muss, so Jean Ziegler, »radikal zerstört« werden. Er setzt dabei auf ein neues historisches Subjekt: die weltweite Zivilgesellschaft. Männer und Frauen, die verschiedensten Völkern, Kulturen, sozialen Klassen angehören, organisieren den Widerstand. Jean Zieglers Buch ist ein Buch der Hoffnung. Die Utopie einer gerechteren, glücklicheren Welt lebt heute in Millionen von Menschen. Es liegt an jedem von uns, sie zu verwirklichen.

Jean Ziegler ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Genf. Er war bis 1999 Nationalrat (Abgeordneter) im Eidgenössischen Parlament und von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Heute ist er Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats. Er ist Träger verschiedener Ehrendoktorate und internationaler Preise, wie z. B. des Internationalen Literaturpreises für Menschenrechte(2008). Seine in viele Sprachen übersetzten Bücher haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und Jean Ziegler hohes internationales Ansehen verschafft. Zuletzt erschien von ihm „Der schmale Grat der Hoffnung“ bei C. Bertelsmann (2017).

Zurück zur Übersicht

Quelle   C. Bertelsmann Verlag 2019

Das könnte sie auch interessieren