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NABU | Sebastian Hennigs | Ideen und Konzepte für umweltfreundliche Mehrweg-Alternativen seien längst vorhanden, würden aber wegen fehlender Gesetzgebung und aufgrund fehlender finanzieller Anreize bisher kaum genutzt.

© NABU | Sebastian Hennigs | Ideen und Konzepte für umweltfreundliche Mehrweg-Alternativen seien längst vorhanden, würden aber wegen fehlender Gesetzgebung und aufgrund fehlender finanzieller Anreize bisher kaum genutzt.

EU will steigende Einweg-Müllberge endlich reduzieren

Mitgliedstaaten sind jetzt gefordert, die Vorschläge in den weiteren Verhandlungen nicht zu verwässern

Der NABU begrüßt, dass das EU-Parlament am heutigen Mittwoch mit sehr großer Mehrheit dafür gestimmt hat, den Verbrauch von Kunststoff-Einwegprodukten zu reduzieren und bestimmte Produkte auch zu verbieten.

„Es ist höchste Zeit, dass die Politik gesetzgeberisch in dem Markt eingreift. Allein in Deutschland fallen jährlich fast 350.000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an. Fast ein Drittel davon aus Plastik. Besonders erschreckend: Die Abfall-Berge wachsen seit Jahren. So hat sich etwa der Müll aus Einweg-Besteck in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Daher ist es gut, dass jetzt auch die Parlamentarier die Reißleine ziehen und diese unnötigen Müllberge abbauen wollen. Denn auch in Deutschland landet Plastikmüll viel zu oft in der Natur“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Ideen und Konzepte für umweltfreundliche Mehrweg-Alternativen seien längst vorhanden, würden aber wegen fehlender Gesetzgebung und aufgrund fehlender finanzieller Anreize bisher kaum genutzt. Nun sei die Bundesregierung gefordert, sich in den weiteren EU-Verhandlungen dafür einzusetzen, dass die Richtlinie in den weiteren Verhandlungen nicht verwässert wird, um die schädlichen Auswirkungen von Einwegprodukten auch tatsächlich wirkungsvoll einzudämmen.

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