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Hamburg gibt Startschuss für Energie-Campus

Neues Technologiezentrum stärkt Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Energiewende und der Ausbau der Erneuerbaren Energien bieten ein enormes ökonomisches Potenzial. Dieses soll mit dem neuen Technologiezentrum „Energie-Campus Hamburg“ der HAW Hamburg, das heute im Hamburger Rathaus vorgestellt wurde, künftig noch besser genutzt werden. Ab 2013 wird im Hamburger Stadtteil Bergedorf zunächst mit dem Bau eines Forschungs- und Ausbildungslabors für Windenergie und intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, begonnen.

Der Senat unterstützt das 6,8 Mio. Euro teure Projekt mit 3,7 Mio. Euro. Für den restlichen Betrag von 3,1 Mio. Euro kommt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) auf. Das Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der HAW Hamburg lässt das Leuchtturmprojekt bauen, das allen Hochschulen Hamburgs offensteht. Weiter geplant ist eine Windanlage, die den Strombedarf von 12.000 Haushalten decken kann und zirka 10 Mio. Euro kosten wird. Diese sollen durch eine Projektfinanzierung aufgebracht werden.

Wirtschaftssenator Frank Horch sagte zu dem Projekt: „Der Energie-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und das geplante Wind- und Smart-Grid-Labor werden Hamburgs führende Stellung in der Windkrafttechnologie unterstützen und festigen. Insgesamt ist der Energie-Campus Ausdruck und ein wichtiger Baustein der Politik des Senats, Hamburg zu einer Innovationsmetropole in Europa zu entwickeln. Mit Hilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung startet hier heute ein herausragendes Projekt.“

Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Energiewende ist eine riesige Chance für Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Dabei kommt es vor allem auf den Wissenstransfer und die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte an. Der Energie-Campus der HAW, der allen Hochschulen in Hamburg und der Metropolregion offen steht, verfolgt diese Ziele mit einem stark anwendungsorientierten Ansatz.“

Prof. Dr. Michael Stawicki, Präsident der HAW Hamburg, ergänzt: „Erneuerbare Energien in Lehre und Forschung haben an der HAW Hamburg eine lange Tradition und zu einem deutlichen Kompetenzaufbau geführt. Wir haben 2008 das CC4E gegründet mit der Zielsetzung, diese Kompetenzen zu bündeln und zu einem wesentlichen Profilbereich auszubauen. Der Energie-Campus Hamburg ist eines der positiven Ergebnisse und dokumentiert die führende Position der HAW Hamburg im Bereich Erneuerbare Energien. Dieses bislang größte Investitionsprojekt der HAW Hamburg eröffnet viele weitere Potenziale in Lehre und Forschung, vor allem auch mit interdisziplinärer Ausrichtung.“

Die dynamische Branche der Erneuerbaren Energien hat einen hohen Bedarf an innovativen Lösungen und qualifizierten Mitarbeitern. Diesen will der Energie-Campus mit seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und der Ausbildung von Ingenieuren und anderen Fachleuten jetzt decken. Langfristiges Ziel ist es, andere Hochschulen und Forschungsabteilungen von Unternehmen oder Unternehmensgründern zu animieren, sich auch am Energie-Campus anzusiedeln. Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E und des Projekts Energie-Campus hat große Pläne: „Mit dem Energie-Campus wollen wir ein ‚Silicon Valley‘ der Erneuerbaren Energien in Hamburg schaffen!“

Quelle

HAW Hamburg Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz 2012

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