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Süddeutsche Zeitung: Atomkraft unbezahlbar

Süddeutsche Zeitung: „Der Preis der Atomkraft“

In ihrer heutigen Ausgabe (5.Februar 2013) rechnet die Süddeutsche Zeitung vor, dass England wegen der Folgen des Atomunfalls in Sellafield in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts noch über 100 Milliarden Pfund (113 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2120 aufwenden müsse.

Die angeblich billige Atomenergie entpuppt sich in Wirklichkeit als der teuerste Strom überhaupt. Der Artikel der Süddeutschen Zeitung:

„Außerhalb der ehemaligen Sowjetunion und Japans gibt es wohl keinen Ort, der so verseucht ist wie Sellafield. Der britische Nuklearkomplex, im Nordwesten Englands direkt an der Irischen See gelegen, vereinigte einst alle Teile des Uran- und Plutoniumkreislaufs an einem Ort: Brennelementefabriken, Kernreaktoren und Wiederaufbereitungsanlagen.

Die Abfälle der dort ausgeführten radiochemischen Arbeiten lagern teilweise in Teichen, Silos und leckenden Tanks auf dem Gelände. Außerdem müssen die Verwalter noch die Ruine eines 1957 bei einem Feuer beschädigten Plutoniumbrüters abreißen. Das wird teuer, hat am Montag ein Komitee des britischen Unterhauses festgestellt.

Zurzeit rechnet man in London mit Gesamtkosten von 67,5 Milliarden Pfund (78 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2120 allein für Sellafield. Hinzu kommen weitere 32,5 Milliarden Pfund für die anderen Nuklearstandorte Großbritanniens. Das ergibt zusammen eine grob überschlagene Summe von 100Milliarden Pfund; tatsächlich erwarten die Abgeordneten weitere Steigerungen.

Im Jahr 2007 hatte man die Gesamtkosten noch auf 61 Milliarden Pfund geschätzt. Eine ganze Abfolge von Regierungen habe vor dem Problem des nuklearen Rückbaus versagt, kritisiert das Komitee. Derzeit kosteten die Arbeiten in Sellafield bereits 1,6 Milliarden Pfund, und zwölf der 14 Projekte dort seien hinter dem Zeitplan zurück.“

Quelle

Süddeutsche Zeitung 2013

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