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Energieverbraucher verurteilen Sanktionen gegen Russland als „gefährlichen Irrsinn“

Es sei eine gefährliche Illusion, zu glauben, man könnte auf das Drittel der Öl- und Gaslieferungen verzichten, die derzeit aus Russland bezogen werden.

Der Bund der Energieverbraucher lehnt die Wirtschaftssanktionen gegen Russland als „gefährlichen Irrsinn“ ab. Denn man könne seinen Willen nicht gegenüber einem Land durchsetzen, von dessen Lieferungen man vollkommen abhänge. Es sei eine gefährliche Illusion, zu glauben, man könnte auf das Drittel der Öl- und Gaslieferungen verzichten, die derzeit aus Russland bezogen werden.

Ohne diese Lieferungen zerbräche die deutsche Wirtschaft in kurzer Zeit wie eine Porzellantasse. Daran änderten auch die Notfallreserven für Öl und Gas nur wenig. Über einen Plan B habe man noch nicht einmal ernsthaft nachgedacht. Aber auch schon Lieferdrosselungen würden zu unvorhersehbaren Preissprüngen führen.

Fritz Pleitgen warnt mit einem Gedicht von Puschkin: „Reizt Russlands Zaren nicht! Ihr wäret schlecht beraten! Mag ganz Europa uns bekriegen, der Russe weiß wie stets, zu siegen“. Ähnlich, so Pleitgen, klinge es aus dem heutigen Russland.

Der Bund der Energieverbraucher e.V. fordert eine forcierte Abkehr vom Öl und Gas ähnlich wie in Dänemark sowie ein sofortiges Ende der Wirtschaftssanktionen.  „Wenn man Russland zu nichts zwingen kann, dann wirkt jeder Versuch dazu nur hilflos und lächerlich“, so der Vereinsvorsitzende Dr. Aribert Peters.

In Dänemark dürfen seit 2013 in Neubauten keine Öl- und Gasheizungen installiert werden. Ab 2016 ist dort die Installation auch in Bestandsgebäuden verboten, sofern Fernwärme zur Verfügung steht.

In Deutschland führt das seit 2009 geltende Erneuerbare-Wärme-Gesetz bis zum Jahr 2020 zu einer Verdoppelung des Wärmeanteils aus erneuerbaren Energien auf 14%.

Die Expertenkommission zum Monitoring der Energiewende geben Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich die erste Priorität. Der Erfolg der Energiewende wird ohne den entsprechenden Beitrag des Gebäudebereichs und die dazu notwendigen Investitionen nicht zu erreichen sein.

Impulse zu einer Energiewende im Gebäudebereich fehlten weitgehend, so die Kritik des Bundes der Energieverbraucher e.V.

Quelle

Bund der Energieverbraucher e.V. 2014

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