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Module verteuern sich

Europa wird sich auf höhere Modulpreise einstellen müssen.

Laut einem neuen Bericht des Marktforschungsunternehmens IHS iSuppli ist allein im Juni der Durchschnittspreis für polykristalline Module um vier Prozent auf 54 Cent pro Watt gestiegen. Im Mai kosteten die Module noch 52 Cent. Die Experten erwarten, dass das Preisniveau noch einmal im Juli und dann wieder im September anziehen wird. Durchschnittlich werden Module dem Bericht zufolge dann 55 Cent kosten.

Ursache seien die auf kristalline Solarmodule aus China Anfang Juni verhängten vorläufigen Strafzölle in Höhe von 11,8 Prozent. Bislang hätten manche chinesischen Hersteller den EU-Beitritt Kroatiens genutzt, um den Strafzöllen zu entgehen. Dieses Schlupfloch sei nun gestopft worden. Das höhere Preisniveau werde »negative Auswirkungen« auf den Ausbau der Solarenergie in Europa haben, prognostiziert IHS.

»Die Ära der billigen Solarmodule aus China ist nun vorbei«, sagte der Senior Director von IHS, Henning Wicht. Weitreichende Auswirkungen erwarten die Analysten auch, sollten am 5. August die Strafzölle auf durchschnittlich 47,6 Prozent angehoben werden.

In den ersten Monaten sei mit Preissteigerungen von 12 bis 20 Prozent zu rechnen. Dann könnten die chinesischen Hersteller Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagern, um den Zöllen zu entgehen.

Quelle

PHOTON 2013IHS 2013 

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