‹ Zurück zur Übersicht

© Sonnenseite

Weltwindenergie-Verband WWEA veröffentlicht Kleinwind-Weltreport 2014

Es gibt zur Zeit mehr als 800.000 Kleinwindkraftanlagen weltweit.

Anlässlich der internationalen Kleinwindkraftanlagen-Konferenz auf der New Energy Messe in Husum hat die World Wind Energy Association (WWEA) ein Update des weltweiten Reports über die Entwicklung der Kleinwindkraft-Branche veröffentlicht. Rahmenbedingungen und Anwendungsarten von Kleinwindkraftanlagen sind in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich.

In den führenden westlichen Kleinwind-Märkten werden vorwiegend qualitativ hochwertige Kleinwindräder mit dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt, in manchen Ländern gibt es zur Unterstützung der Marktentwicklung spezielle Einspeisetarife. In Entwicklungsländern dagegen kommen eher einfache Technologien zur Batterieladung zum Einsatz.

Ende 2012 waren nach Angabe der WWEA weltweit insgesamt über 800.000 Kleinwindkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 700 MW installiert. Die WWEA geht von einer sehr konservativen Schätzung aus. Wichtige Märkte wie Indien und Italien gehen aufgrund fehlender Zahlen nicht in die Statistik ein. Eine Gesamtzahl von einer Millionen Kleinwindanlagen weltweit ist realistisch. Im Vergleich zum Vorjahr 2011 wuchs der Markt weltweit um 10%.

Die stärksten Wachstumsmärkte sind China, USA und Großbritannien. Ende 2012 waren in China rund 570.000 Anlagen installiert, in den USA 155.000 und in Großbritannien über 23.000 Anlagen. Deutschland gehört nicht zu den führenden Märkten, man geht von rund 10.000 Anlagen aus.

Die Angebotslage ist mit über 300 Herstellern weltweit nach wie vor unübersichtlich. Es findet eine hohe Fluktuation statt. Alleine in Deutschland sind in den letzten 4 Monaten drei Hersteller vertikaler Windräder in die Insolvenz gegangen. In Bezug auf den Konstruktionstyp haben Kleinwindanlagen mit horizontaler Rotorachse wie erwartet mit Abstand den größten Marktanteil. Rund Dreiviertel aller Windradmodelle folgen nach der WWEA diesem Stand der Technik.

Die WWEA fordert eine konstruktive Unterstützung der Kleinwindbranche durch die Politik. Im Vergleich zur Großwindkraft und Photovoltaik sind die Rahmenbedingungen für Kleinwindenergieanlagen in vielen Ländern bescheiden. Bestes Beispiel ist Deutschland: Kleine Windraftanlagen unter 100 kW bekommen den gleichen Einspeisetarif von zurzeit 8,66 Cent pro kWh wie Großwindkraftanlagen mit mehreren Megawatt Leistung. Ein großes Problem ist die intransparente und aufwendige Genehmigungspraxis vieler lokaler Bau- und Fachbehörden.

Der neue Kleinwind-Weltreport wird in rund 4 Wochen lieferbar sein. Eine Kurzversion kann zur Voransicht kostenfrei von der Kleinwind-Website der WWEA heruntergeladen werden:Kurzversion des 2014 Small Wind World Report Update

Quelle

www.Klein-Windkraftanlagen.com 2014

Diese Meldung teilen

‹ Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren