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:: Du sollst den Kern nicht spalten
20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fordern einige konservative deutsche Ministerpräsidenten längere Laufzeiten für die 17 deutschen Atomkraftwerke. Brauchen wir das? Ist das zu verantworten? Oder gibt es Alternativen?
Auch ich war bis 1986 für Atomenergie. Die Fachleute hatten auch mir versichert, dass Atomkraftwerke sicher seien. Und dann passierte die größte Katastrophe, deren Auswirkungen bis heute andauern. Millionen Menschen wurden verstrahlt, Tausende mussten oder werden noch wegen des GAU vor 20 Jahren sterben. Auch noch in 50 Jahren.
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Atomenergie bleibt gefährlich. Wir wissen nicht, wohin mit dem Müll. Wir wissen nur, dass Atommüll bis zu 200.000 Jahren lebensgefährlich strahlt. Wie wollen wir dies vor unseren Kindern und Enkeln verantworten? Hinzu kommt, dass jedes der 17 deutschen Atomkraftwerke eine potentielle Einladung an Terroristen ist. Wer diesen Zusammenhang nicht sieht, lebt im Wolkenkuckucksheim, aber nicht auf dieser Erde.
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Jedes AKW birgt ein atomares Restrisiko. Das ist jenes Risiko, das uns jeden Tag „den Rest“ geben kann. Auch Uran, der Treibstoff für Atomkraftwerke, geht – ähnlich wie Kohle, Gas und Öl – in wenigen Jahrzehnten zu Ende. Die Lösung unseres Energieproblems heißt: Erneuerbare Energien statt Atom, Kohle und Öl.
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Die Gesellschaft, welche als erste den 100%igen Umstieg auf sichere, klimafreundliche, preiswerte und „ewig“ vorhandene Energiequellen wie Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme schafft, hat auch ökonomische Vorteile. Denn Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung – den Stoff gibt es umsonst. Und Bio-Energie vom heimischen Acker und Wald ist heute schon preiswerter als die immer teurer werdende alte fossil-atomare Energieversorgung.
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Wenn die Folgekosten überrechnet werden, ist nichts so teuer wie Atomstrom. Atomkraft war schon immer nur eine Scheinlösung. Michail Gorbatschow sagte mir einmal, dass der Reaktorunfall von Tschernobyl der russischen Volkswirtschaft 500 Milliarden Dollar gekostet habe. Ganz zu schweigen von dem unermesslichen Leid für Menschen und Tiere.
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Seit dem Jahr 2000 haben wir in Deutschland jedes Jahr 1,5 % mehr Strom aus Erneuerbaren Energien gewonnen. 2006 sind wir bei 11 %. Wenn wir damit fortfahren, sind alle AKWs leicht ersetzbar.
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Bis 2050 können wir in Deutschland und Europa auch Kohle, Gas und Öl zu 100 % durch Erneuerbare Energien ersetzen, wenn wir lernen, intelligenter und sparsamer mit Energie umzugehen.
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Bereits seit 10 Jahren ist weltweit die Windenergie die am schnellsten wachsende Energiequelle. Atomenergie gehört ins Technik-Museum der Geschichte.
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Die Große Koalition in Berlin will nicht nur das Energiesparen fördern, sondern auch die Biomasse-Energie massiv ausbauen. Wenn Landwirte Energiewirte werden, bekommen die Bauern endlich wieder eine Perspektive in ihrem wichtigen Beruf. Landwirte können die Ölscheichs des 21. Jahrhunderts werden. Österreich, Schweden und Finnland gewinnen heute schon 20 % ihrer Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, Deutschland erst 2 %. Die solare Energiewende ist nicht nur nötig, sondern auch möglich. Allein die Sonne schickt uns jeden Tag 15.000-mal mehr Energie, als zurzeit alle Menschen verbrauchen. Die Lösung des Energieproblems steht am Himmel. Erneuerbare Energien statt Atomenergie!
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Wir brauchen im Atomzeitalter so etwas wie ein elftes Gebot. Die Lehre von Tschernobyl heißt: „Du sollt den Kern nicht spalten“.
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Atomenergie bleibt gefährlich. Wir wissen nicht, wohin mit dem Müll. Wir wissen nur, dass Atommüll bis zu 200.000 Jahren lebensgefährlich strahlt. Wie wollen wir dies vor unseren Kindern und Enkeln verantworten? Hinzu kommt, dass jedes der 17 deutschen Atomkraftwerke eine potentielle Einladung an Terroristen ist. Wer diesen Zusammenhang nicht sieht, lebt im Wolkenkuckucksheim, aber nicht auf dieser Erde.
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Jedes AKW birgt ein atomares Restrisiko. Das ist jenes Risiko, das uns jeden Tag „den Rest“ geben kann. Auch Uran, der Treibstoff für Atomkraftwerke, geht – ähnlich wie Kohle, Gas und Öl – in wenigen Jahrzehnten zu Ende. Die Lösung unseres Energieproblems heißt: Erneuerbare Energien statt Atom, Kohle und Öl.
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Die Gesellschaft, welche als erste den 100%igen Umstieg auf sichere, klimafreundliche, preiswerte und „ewig“ vorhandene Energiequellen wie Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme schafft, hat auch ökonomische Vorteile. Denn Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung – den Stoff gibt es umsonst. Und Bio-Energie vom heimischen Acker und Wald ist heute schon preiswerter als die immer teurer werdende alte fossil-atomare Energieversorgung.
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Wenn die Folgekosten überrechnet werden, ist nichts so teuer wie Atomstrom. Atomkraft war schon immer nur eine Scheinlösung. Michail Gorbatschow sagte mir einmal, dass der Reaktorunfall von Tschernobyl der russischen Volkswirtschaft 500 Milliarden Dollar gekostet habe. Ganz zu schweigen von dem unermesslichen Leid für Menschen und Tiere.
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Seit dem Jahr 2000 haben wir in Deutschland jedes Jahr 1,5 % mehr Strom aus Erneuerbaren Energien gewonnen. 2006 sind wir bei 11 %. Wenn wir damit fortfahren, sind alle AKWs leicht ersetzbar.
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Bis 2050 können wir in Deutschland und Europa auch Kohle, Gas und Öl zu 100 % durch Erneuerbare Energien ersetzen, wenn wir lernen, intelligenter und sparsamer mit Energie umzugehen.
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Bereits seit 10 Jahren ist weltweit die Windenergie die am schnellsten wachsende Energiequelle. Atomenergie gehört ins Technik-Museum der Geschichte.
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Die Große Koalition in Berlin will nicht nur das Energiesparen fördern, sondern auch die Biomasse-Energie massiv ausbauen. Wenn Landwirte Energiewirte werden, bekommen die Bauern endlich wieder eine Perspektive in ihrem wichtigen Beruf. Landwirte können die Ölscheichs des 21. Jahrhunderts werden. Österreich, Schweden und Finnland gewinnen heute schon 20 % ihrer Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, Deutschland erst 2 %. Die solare Energiewende ist nicht nur nötig, sondern auch möglich. Allein die Sonne schickt uns jeden Tag 15.000-mal mehr Energie, als zurzeit alle Menschen verbrauchen. Die Lösung des Energieproblems steht am Himmel. Erneuerbare Energien statt Atomenergie!
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Wir brauchen im Atomzeitalter so etwas wie ein elftes Gebot. Die Lehre von Tschernobyl heißt: „Du sollt den Kern nicht spalten“.
Quelle:
Franz Alt 2006
Franz Alt 2006
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